Spore   

Spore

aktualisiert: 25.04.2018 12:48:56

Was ist eine Spore: Die Spore ist die Fortpflanzungszelle der Pilze.

Sporenoberfläche: Die äussere derbe Hülle der Spore nennt sich Exospor. Je nach Gattung und Art ist die Oberfläche unterschiedlich: Warzig, netzig, höckerig, stachelig, etc. Mikroskopisch ein wichtiges Merkmal. Ist die Oberfläche mit Melzer anfärbbar, so spricht man von Amyloidität oder Dextrinoidität.

Sporenform: Sporen weisen die unterschiedlichsten Formen auf: kugelig, zylindrisch, elliptisch. rund, allantoid, etc. Die Sporengrösse schwankt von Art zu Art und ist ein wichtiges Merkmal bei der Bestimmung. Die die kleinsten Sporen messen 2 bis 3 tausendstel Millimeter und können bei gewissen Arten auch mal 1/10 Millimeter messen.

Sporenfarbe: Sporenfarben: gelb, rosa, schwarz, braun in allen Farben, lilabraun bis schwarzbraun. Farblose Sporen bezeichnet man als hyalin. Will man die Sporenfarbe feststellen, so legt man ein Hutstück eines Pilzes auf ein schwarzes Blatt Papier.

Endospor - Exospor: Das Exospor liefert die artkonstanten Merkmale der Sporenoberfläche: Warzen, Buckel, Höcker, Stacheln, Leisten, Reliefs.

Sporenbildung: Jeder Pilz produziert ungeheure Mengen an Sporen. Nur der allerkleinste Teil von diesen keimt. Zuerst muss eine Spore auf optimale Bedingungen (Nährstoffe, Bodenbeschaffenheit, Biotop, etc.) gelangen, damit sie überhaupt keimen kann. Dazu kommt dass nicht alle Sporen fruchtbar sind.

Plasma: Dieses schlauchförmig heraustretende Plasma = Anfangsfaden wächst und beginnt sich durch Abschnürung (Septierung oder Segmentierung) zu teilen, wodurch die Querwände gegliederter, mehrzelliger Pilzfaden entsteht oder ein Pilzschlauch, den wir nun als Hyphe bezeichnen. In der Folge verschlingen sich die stetig wachsenden Hyphen zu einem dichten Hyphen- oder Pilzfadengeflecht (= Mycelium). Dieses kann im Boden mehrere Quadratmeter Fläche einnehmen. Es wurden schon Hexenringe mit mehr als 35 Metern Durchmesser beobachtet. 

Keimporus: Viele Pilzarten weisen Sporen mit einem Keimporus auf. Der Keimporus ist diejenige Stelle, an der das Exospor bei der Keimung aufbricht. Das Exospor umhüllt das Plasma. Wenn das Exospor aufbricht, quillt das Plasma schlauchartig heraus. Bei vielen Arten bricht das Exospor jedoch an irgendeiner Stelle auf.

Apiculus: Das oft etwas vorgezogene Ende der Spore, mit dem die Spore auf dem Sterigma sitzt.

Widerstandsfähigkeit: Sporen sind sehr widerstandsfähig. Sie können auch der menschlichen Verdauung widerstehen.

Plage: +/- deutlich umgrenzte Zone der Sporenwand über dem Appendix, die bei warzigen Sporen glatt oder deutlich. Die Plage ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal um Galerina Marginata (mit Plage) und Kuehneromyces mutabilis (ohne Plage) zu unterscheiden.

Links

Amyloidität

Dextrinoidität: anfärbbar mit Melzer-Reagens

hyalin: farblos, durchsichtig

kalyptrate Sporen

Plage

Sporenfarbe

Sporenform

Sporenmerkmale

Sporenoberfläche



807 Flammer, T © - Bestandteile einer Spore