Pilze bestimmen   

Pilze bestimmen

aktualisiert: 24.04.2018 15:15:28

Die Natur ist sehr variabel. Immer wieder stehe ich vor Pilzen, die ich nicht bestimmen kann oder meine Beschreibung abweicht oder nicht 100% passt. Damit habe ich gelernt zu leben. Ich mache ein Exsikkat, notiere meine Beobachtung genau (inkl. Fundort und mögliche Mykhorrizapartner) und nenne den Pilz xyz spp. Plötzlich hat man einen Einfall und mit guten Fotos (mikroskopisch und makroskopisch) und dem Exsikkat kommt ich meist sehr weit.

Die Pilzbilder auf der Webseite sind oft sehr schön und ansprechend, aber manchmal sind die verfügbaren Exemplare zu kümmerlich, angefressen, etc. Ein Teil der Bilder sind deshalb Studioaufnahmen und dienen zu Dokumentation.

Sonst sind die Pilze immer in ihrer natürlichen Umgebung fotografiert, oft liegt ein Pilz, damit man die Merkmale besser erkennt, aber sonst ist am "Tatort" nichts verändert. Auch setze ich in der Natur keinen Blitz ein. Viele Pilze fotografiere ich immer und immer wieder, um auf meiner Webseite auch ein Spektrum zu zeigen.

Ein schönes Foto in einem Pilzbuch alleine hilft oft nicht, einen Pilz sauber bestimmen zu können.

Arten wie Cortinarius, Pholiota, Inocybe und Myzena z.B. erfordern eine genaue Beobachtungsgabe, Geduld, präzises Mikroskopieren und die entsprechende Spezialliteratur.

Manchmal fehlt einem diese Literatur, dann hilft das Internet weiter, sofern man eine Ahnung der Gattung hat. Über die Bildersuche habe ich schon so manchen Anhaltspunkt gefunden.

Auch konnte ich schon so manche Fehlbestimmung aufgrund neuer Erfahrungen und mehr Übung nachträglich bestimmen. Bestimmt ich etwas zum xten Mal merke ich, dass meine Unterlagen nicht stimmen, dass ich vielleicht in der Hetze des Gefechts nicht alle Merkmale (Sporen, HDS, Stiel, Lamellen) mikroskopiert hatte.