Primordialhyphen   

Primordialhyphen

aktualisiert: 08.05.2018

Einführung

Primordialhyphen finden sich in der Huthaut von Russula und sind dort ein Bestimmungsmerkmal.
Lassen sich auf den Hyphen mittels Färbetechnik Elemente wie kleine Kügelchen, Warzen sichtbar machen, dann spricht man von inkrustierten Primordialhyphen.
Es ist für eine exakte Bestimmung wichtig festzustellen ob solche vorhanden sind. Scharfe Täublinge haben keine solche Hyphen, dort sucht man vergebens danach.

Anleitung

1) Radialschnitte durch den Hut mit 2 Rasierklingen
…..(oder Skalp über der Zeigefingerkuppe auf der Unterseite gründlich abschaben)
2) Fragment auf Objektträger
3) Fragment von höchstens 2 mm² mit 2 Tropfen Karbolfuchsin bedecken.
4) Deckglas auflegen, leicht andrücken. 10 Minuten einwirken lassen.
…..(Zupfpräparat anfertigen, falls Skalp zu dick)
5) Nach Einwirkungszeit Karbolfuchsin mit Tupfer absaugen
6) 2 x mit Wasser waschen
7) Während 1 Minute in 1 Tropfen 5 % HCl (Salzsäure) entfärben.
8) 2 x mit Wasser waschen
9) Einen Tropfen Wasser auf Fragment und Deckglas auflegen.
10) Mikroskopieren in Wasser 400 x.

Wichtiger Hinweis

Nur milde Täublinge haben inkrustierte Primordialhyphen. Ockersporer und Crèmesporer haben mit wenigen Ausnahmen praktisch keine Primordialhyphen.

Links

Färben und Präparieren

Karbolfuchsin

Salzsäure: HCI



548 Flammer, T © - 1. Fragment abschneiden von 2 mm²

885 Flammer, T © - 2. Fragement auf Objektträger geben

542 Flammer, T © - 3. 1 - 2 Tropfen Karbolfuchsin auf Fragment

543 Flammer, T © - 4. Leicht andrücken und 10 Min. einwirken lassen

544 Flammer, T © - 5. Nach Einwirkungszeit Karbolfuchsin absaugen

550 Flammer, T © - 6. Mit Wasser 2 x waschen

549 Flammer, T © - 7. Während 1 Minute in 1 Tropfen 5 % HCl (Salzsäure)

886 Flammer, T © - 8. 2 x Waschen

551 Flammer, T © - 9. Deckglas auflegen

552 Flammer, T © - 10. Mikroskopieren 400x

93 Flammer, T © - Resultat: Primordialhyphen (inkrustierte) - Primoridalhyphen inkrustiert