Neue Suche

Pilzgifte - Giftpilze

aktualisiert: 28.11.2016 13:44:58

Das beste und aktuellste auf dem Markt erhältliche Nachschlagewerk über Giftpilze für Ärzte, Apotheker, Biologen, Mykologen, Pilzexperten und Pilzsammler.

Inhalt: Allgemeiner und spezieller medizinisch-toxikologischer Teil – 3 Übersichtstabellen und Einzelbeschreibungen zu den 13 Vergiftungssyndromen. Mykologische Notfall-Diagnostik - Arbeitsanleitungen für Pilzexperten - Möglichkeiten und Grenzen mykologischer Analyse unter Zeitdruck - Sporentafeln zu den verbreitetsten Gift- und Speisepilzen- und Illustration mit 70 Farbfotos der gefährlichsten und häufigsten Giftpilze und ihrer Doppelgänger -  ausführliche Register.

Autoren: René Flammer, Egon Horak
Verlag: Schwabe & Co. AG, Verlag, Basel, ISBN 3-7965-2008-1

Pilzvergiftungen erfordern rasches Handeln und erlauben keine Zeitraubende Suche nach Informationen in der reichhaltigen Literatur. Die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Pilzexperten kann helfen, die Diagnose bei Pilzvergiftungen einzuengen und die notwendigen Massnahmen unverzüglich einzuleiten. Aus diesem Grund ist das Buch klar und übersichtlich aufgebaut, reduziert die Fülle an Fakten und Hypothesen auf das Wesentliche und bietet eine gute und verlässliche Hilfe im Notfall. Wichtig ist die Früherfassung potentiell tödlicher Vergiftungen, die sich erst nach mehr als 6 Stunden mit Brechdurchfällen manifestieren. Häufig handelt es sich dabei um Amanitin-Vergiftungen (Phalloides-Syndrom) durch Grüne und Weisse Knollenblätterpize sowie seltener durch Gift-Schirmlinge und Gift-Häublinge. Die neuesten Therapiekonzepte werden vorgestellt und erläutert, ebenso der ELISA-Test, der seit zwei Jahren den RIA-Test ersetzt.

Die 13 Vergiftungssyndrome, die beschrieben werden, beinhalten neu zwei Syndrome, die aus dem üblichen Rahmen fallen, ähnlich wie das bereits bekannte Orellanus-Syndrom. So wird neben der als Equestre-Syndrom beschriebenen Muskelzersetzung auch auf eine neurologische Störung an Händen und Füssen, das Acromelalga-Syndrom, hingewiesen. Selten jedoch vielleicht einfach oft übersehen, sind Immunhämolysen.

Viele Pilzvergiftungen zeichnen sich durch ein monotones Krankheitsbild (Brechdurchfälle) aus: Sie werden im Sammeltopf des gastrointestinalen Frühsyndroms zusammengefasst.  Schwierig ist die Abgrenzung von Indigestions-Syndrom.

Mit dem aktuellen Pilzboom, besonders mit exotischen "Heilpilzen" und einem Pro-Kopf-Konsum von etwa 3 kg Handels- und Wildpilzen pro Jahr, ist es notwendig, bei unklaren Krankheitsbildern auch nach mykophagen Gewohnheiten zu fragen. Sporenschlüssel und Sporentafeln zu den verbreitetsten Gift- und Speisepilzen und die Beschreibung und farbige Abbildung der 30 häufigsten und gefährlichsten Giftpilze und ihrer Doppelgänger sind ein wichtiges Hilfsmittel für Pilzsammler und Pilzexperten.

AT-Verlag