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Orellanus-Syndrom

aktualisiert: 25.10.2016 21:18:11

Einführung

Frühe Brechdurchfälle fakultativ. Brechdurchfälle als Folge des Nierenversagens nach Tagen bis Wochen, begleitet von Durst, versiegen der Harnproduktion, Nieren- und Kopfschmerzen.

Da die Latenzzeit zwischen 2 und 21 Tagen liegt, können keine Sporen mehr nachgewiesen werden. Eine Orellanus-Vergiftung kann jedoch mittels Nierenpunktion bis 6 Monate lang nachgewiesen werden.

Giftnachweis

Da sich Orellanin in den Nieren noch einige Wochen nach der Vergiftung nachweisen lässt, wird die Nierenpunktion zum Nachweis des Orellanins mittels Dünnschicht-Chromatographie empfohlen.

enthaltenes Gift

Orellanin

Pilze die das Syndrom verursachen

Cortinarius orellanus / Orangefuchsiger Raukopf, Cortinarius rubellus / Spitzbuckliger Raukopf

Verdächtige Pilze die das Syndrom verursachen

? Cortinarius splendens / Leuchtendgelber Klumpfuss, ? Cortinarius atrovirens / Schwarzgrüner Klumpfuss

Latenzzeit

Tage bis Wochen; selten Früherbrechen und Durchfälle nach 4 - 24 Stunden. Späterbrechen bei Nierenversagen.

Erste Symptome

Durst, Nierenschmerzen, Anurie, Kopfschmerzen.

Verlauf

Diese Vergiftung gehört zu den schwersten Pilzvergiftungen. Ein Nierenschaden kündigt sich erst nach Tagen bis Wochen an. Ein Teil der Vergifteten bleibt an die künstliche Niere gebunden.

Weiterführende Literatur

Ausführliche Informationen zu diesem Syndrom finden Sie im Nachschlagewerk "Giftpilze" (ISBN 978-3-03800-834-7) von René Flammer, AT-Verlag

Orellanin-Test

Cortinarius orellanus

Cortinarius rubellus

AT Verlag



Bild Nr. 3277 Martinelli, G - Cortinarius orellanus Bild Nr. 3276 Martinelli, G - Cortinarius rubellus Bild Nr. 1194 Flammer, T - Cortinarius rubellus Bild Nr. 3266 Flammer, T - Cortinarius limonius. Vom Habitus zum Verwechseln ähnlich aber mit lebhaft orangen Farbtönen.