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Geruchswahrnehmung

aktualisiert: 20.10.2016

Einführung

Die Geruchswahrnehmung ist etwas das von Mensch zu Mensch ziemlich variiert. Längst nicht jeder Mensch verfügt über einen Geruchs- und Geschmackssinn eines "Master of wine". Schon manchmal habe ich jemandem einen Pilz unter die Nase gehalten und gefragt: Was riechst Du? Die häufigste Antwort bei unangenehmen Gerüchen ist: "Nicht gut, irgendwie komisch". Gibt man dann ein Stichwort, dann wird der Geruch häufig erkannt, ohne diese Hilfe und aufgrund mangelnder Übung kann ansonsten der Geruch nicht abgerufen werden. Bittermandel, Tinte, Fischgeruch, Knoblauch, etc. ist meist eine Beschreibung die am ehesten zutrifft, aber nicht immer ganz 100% deckungsgleich sein muss. So rieche ich persönlich z.B. beim Knoblauchschwindling nicht nur Knoblauch, sondern auch was gummiartiges, eine Kombination von Gummi und Knoblauch.

Einführung

Der Geruch ist ein sehr wichtiges Element bei der Pilzbestimmung, dazu braucht man jedoch frische Pilze, weil sobald der Zersetzungsprozess eintritt, der typische Geruch verschwindet.

Einführung

Viele Pilze bekommen auch den Namen aufgrund des Geruches, so heissen Gurkenschnitzling, Knoblauchschwindling, Heringstäubling, Schwefelritterling, Camemberttäubling, Anischampignon, Karbolchampignon, etc. genau so, weil dieser Geruch sie so typisch kennzeichnet. Allerdings sollte man sich nie alleine auf den Geruch verlassen, sie sind nur ein Merkmal von vielen. Auch kann es durchaus sein, dass sie den Geruch gar nicht wahrnehmen, weil bei ihnen schlichtwegs die dafür notwendigen Geruchsrezeptoren nicht vorhanden sind.