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Eukaryonten

aktualisiert: 20.10.2016

Unter dem Begriff Eukaryonten (Eucaryota) werden alle Lebewesen mit Zellkern (Eucaryota bedeutet "echter Kern") und Zytoskelett zusammengefasst. Eukaryonten entwickeln sich immer auch aus zellkernhaltigen Ausgangszellen (Zygoten, Sporen). Alle anderen zellulären Lebewesen, die keinen echten Zellkern besitzen (Archaebakterien und Bakterien, darunter die Cyanobakterien (Blaualgen)), werden als Prokaryonten bezeichnet.

Die Eukaryonten werden traditionell in die Reiche der mehrzelligen Tiere, Pflanzen und Pilze sowie der einzelligen oder mehrzelligen Protisten eingeteilt. Die genaue systematische Einteilung der insgesamt etwa 60 unter die Protisten gefassten Gruppen ist umstritten. Sie bilden keine monophyletische Gruppe.

Eine bedeutende Eigenschaft dieser Lebewesen ist, dass sich in ihren Zellen Zellorganellen befinden, die wie die Organe eines Körpers verschiedene Funktionen ausüben. Das bekannteste Organell ist der Zellkern, mit dem Hauptanteil des genetischen Materials eines Lebewesens. Weitere Gene kommen je nach Art in den Mitochondrien und Plastiden vor.

Eine weitere Besonderheit der Eukaryonten liegt in der Protein-Biosynthese: Anders als Prokaryonten sind Eukaryonten in der Lage, aus derselben DNA-Information durch alternatives Splicing unterschiedliche Proteine herzustellen.

Struktur und Form wird der eukaryontischen Zelle durch das Zytoskelett verliehen. Es ist u.a. aus Mikrotubuli und Mikrofilamenten aufgebaut.

Der mechanische Zusammenhalt eukaryontischer Zellen wird durch die so genannten "adhering junctions" hergestellt.

Verweis

Prokaryonten